Wappen der Hansestadt Lübeck
Freiwillige Feuerwehr Büssau
der Hansestadt Lübeck
 

 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Chronik

Leider sind in den Wirren der letzten Kriegstage des Jahres 1945 die seinerzeit angelegte Feuerwehrchronik und nahezu alle wichtigen die Tätigkeit der Freiwilligen Feuerwehr Büssau belegenden Unterlagen verloren gegangen.

Die folgende Darstellung begründet sich daher in den Anfangsjahren auf Erzählungen und Materialbereitstellungen von Kameraden und Nachbarn. Für den weiteren zeitlichen  Verlauf wurden vornehmlich Protokolle von Vorstandssitzungen und Versammlungen herangezogen. Einige Textbausteine sind der Festschrift zum 50-jährigen Bestehen der FF Büssau entlehnt.


2009
  • Die FF Büssau feiert ihr 75-jähriges Bestehen am 19. September mit einem öffentlichen Fest, zu dem alle herzlich eingeladen sind.

2008
  • Der Kamerad Axel Lüth übernimmt am 25. Januar die Wehrführung nach 6 Jahren Amtszeit von Oliver Ahnfeldt.
  • Nach langer Recherche zum endgültigen Verbleib unseres Magirus Deutz von 1967 besuchen wir an einem sonnigen Maitag die „Hamburger Feuerwehrhistoriker“ und finden dort zu unserer Freude „unser“ langjährig gehegtes und gepflegtes Fahrzeug in gutem, fahrtüchtigem Zustand vor.
  • Das alte Spritzenhaus in Oberbüssau wird aufgegeben. Als Ersatz entsteht auf dem rückwärtigen Gelände des Gerätehauses eine Holzgarage mit Abstellraum.
  • Die Wehr wird mit einem Mehrzweckfahrzeug (MZF) ausgerüstet. Es dient bei Übungen, Ausbildungen und sonstigen dienstlichen Veranstaltungen sowie der Jugendfeuerwehr als Mannschaftstransporter.
Axel Lüth
Axel Lüth

2005
  • Ende November wird eine elektrisch betriebene Abgasabsauganlage für die Fahrzeughallen fertig gestellt. Die fast vollständig in Eigenleistung montierte Anlage löst eine bis dahin vorhandene Eigenkonstruktion ab. In Zukunft werden beim Motorstart bis zum Lösen der Druckluftbremsen und beim Einfahren in die Hallen die gefährlichen Dieselabgase wirkungsvoll abgesaugt. Insbesondere den Kameraden Michel Brüning und Sascha Germann ist eine durchdachte, fachgerechte und dabei auch noch zügige Montage zu verdanken.

2004
  • Am 20. August erhält die Wehr ein neues Löschgruppenfahrzeug LF 10/6. Es löst nach fast 14 Jahren in Büssau das LF 16-TS ab. Die Freude über das neue Fahrzeug ist groß, und doch verabschieden sich einige Kameraden nur schweren Herzens vom LF 16-TS, welches fortan bei der FF Dänischburg seinen Dienst verrichtet.

LF 10/6

2002
  • Auf der Jahreshauptversammlung am 25. Januar wird der Kamerad Oliver Ahnfeldt zum Wehrführer gewählt. Mit seiner Vereidigung am 24. Juli löst er Christian Busch ab, der die Wehr fast 10 Jahre lang geführt hat.
  • Einige Kameraden machen sich Ende August für einen Einsatz beim verheerenden Elbe-Hochwasser bereit. Impfungen gegen Seuchen und Infektionen werden durchgeführt, sowie die persönliche Zusatzausrüstung griffbereit im Gerätehaus gelagert. Glücklicherweise stieg das Wasser aber nicht weiter an, so dass das LF 16-TS nicht mehr zum Einsatz nach Lauenburg/Elbe ausrücken musste.
Oliver Ahnfeldt
Oliver Ahnfeldt

1998
  • Die Wehr erhält am 10. Dezember des Jahres neue und moderne Funkmeldeempfänger vom Typ Motorola Firestorm. Endlich kann eine sichere Alarmierung erfolgen. Probleme mit Akkulaufzeiten und Empfangsschwierigkeiten gehören der Vergangenheit an.

Motorola Firestorm

1997
  • Unsere Jugendfeuerwehr wird am 2. August mit einer Feierstunde gegründet. Zum 1. Jugendwart  wurde der Kamerad Jens Clauer bereits auf der Jahreshauptversammlung gewählt.

1994
  • Die FF Büssau wird am 14. Juli mit gebrauchten Funkmeldeempfängern vom Typ Bosch FME 84 ausgerüstet. Fortan erfolgt hierüber die Alarmierung der Wehr. Die bisher verwendeten Sirenen werden nach dem Ende des "Kalten Krieges" aus Kostengründen im gesamten Stadtgebiet demontiert. Sie hatten die Bevölkerung seit 1953 zuverlässig gewarnt und die Feuerwehren zu unzähligen Einsätzen gerufen.

1992
  • Der Kamerad Christian Busch wird zum Nachfolger des bisherigen Wehrführers Eberhard Manke gewählt, der sein Amt nach 8 Jahren Dienstzeit abgegeben hatte. Christian Busch ist mit einem Alter von nur 22 Jahren der bisher jüngste Wehrführer im Stadtfeuerwehrverband Hansestadt Lübeck.
Christian Busch
Christian Busch

1991
  • Zur Jahreshauptversammlung am 31. Januar erhalten die staunenden Kameraden innerhalb von nur sechs Wochen das zweite neue Einsatzfahrzeug. Das alte Magirus LF 16-TS (Löschgruppenfahrzeug mit Tragkraftspritze) verlässt nach fast 25 Jahren treuen Dienstes die FF Büssau und wird noch für wenige Jahre bei der FF Siems eingesetzt. Neu in Büssau beheimatet wird wiederum ein LF 16-TS (Mercedes LAF 1113), allerdings ist dieses ganze 24 Jahre jünger.
LF 16-TS
Mercedes-Benz
LF 16-TS

1990
  • Zur Fertigstellung und Einweihung des dritten Gebäudeteiles am 15. Dezember übergibt die damalige Innensenatorin, Frau Pohl-Laukamp, ein neues TLF 8/12 mit Staffelbesatzung auf Unimog-Basis an die Wehr. Endlich ist in Büssau wieder ein wasserführendes Erstangriffsfahrzeug vorhanden. Gleichzeitig wird das TSF zur FF Pöppendorf umgesetzt.

TLF 8/12

1989
  • Der dritte und hintere Teil des Gerätehauses wird zum Bau freigegeben. Hier soll ein Gemeinschafts- und Schulungsraum, Toiletten für Damen und Herren sowie eine kleine Teeküche entstehen. Als 70% des Anbaus fertiggestellt sind, haben die Kameraden bereits 2400 Std. in Eigenleistung gearbeitet.

1986
  • Das äußerst robuste TLF 8/8 wird bei der FF Büssau ausgemustert. Dadurch steht jetzt kein Fahrzeug mit Löschwasserbehälter mehr für einen Erstangriff zur Verfügung. Der Verbleib des Fahrzeuges ist unbekannt.

1984
  • Am 2. März übernimmt Eberhard Manke die Wehrführung nach 12 Jahren Amtszeit von Werner Stapelfeldt.
  • Das 50-jährige Bestehen der FF-Büssau wird mit einem großen Fest gefeiert.
  • Die Wehr steht personell mit 42 aktiven Kameraden und einem gut aufeinander abgestimmten Fahrzeugpark in ihrer Blütezeit.
 

Einsatzleitwagen ELW 1
Tanklöschfahrzeug TLF 8/8
Tragkraftspritzenfahrzeug TSF
Löschgruppenfahrzeug LF 16-TS

1982
  • An der Rückfront des Gerätehauses wird die Terrasse vergrößert. Aus eigenen Mitteln wurde ein gebrauchter Container für Lehr- und Unterrichtszwecke beschafft und unter der Regie des Kameraden Armin Richter mit einem Kran aufgestellt.

1981
  • Um die unhaltbaren Zustände der unterschiedlichen Fahrzeug-Unterbringungsstätten zu beenden, wurde mit dem Erweiterungsbau (linke Fahrzeughalle) des Gerätehauses begonnen. Die Materialkosten dafür konnte die Hansestadt Lübeck nicht vollständig zur Verfügung stellen, die fehlenden Aufbaukosten wurden aus eigenen Mitteln bestritten. In nur 15 Wochen wurden 1500 Stunden Arbeit in Eigenleistung vollbracht. Großen Anteil daran hatten die Kameraden Heinrich Wendler und Karl-Heinz Farsky. Im November konnte der Erweiterungsbau eingeweiht werden. Alle Einsatzfahrzeuge waren jetzt endlich zweckmäßig untergebracht und standen zentral im Gerätehaus für Einsätze bereit.
  • Zusätzlich zu den Löschfahrzeugen erhielt der Wehrführer Werner Stapelfeldt in seiner Eigenschaft als Bereitschaftsführer der 1. Feuerwehrbereitschaft einen ELW (Einsatzleitwagen) auf VW-T2-Fahrgestell. Dieses Fahrzeug war nicht im Gerätehaus stationiert.

ELW 1

1980
  • Das erst 1975 in Dienst gestellte TSF (Tragkraftspritzenfahrzeug) wurde durch ein leistungsfähigeres und mit einer Staffel (6 Einsatzkräfte) besetzbares TSF auf einem VW LT28-Fahrgestell ersetzt.


TSF

1976
  • Im Jahr 1976 treten 11 (!) neue Kameraden als aktive Mitglieder der Wehr bei. Ein Traum, der sich gern in der heutigen Zeit wiederholen dürfte.

1975
  • Das Gelände bei Preuß in Niederbüssau, wo das TLF 8 untergebracht war, wurde verkauft. Eine Ersatzunterkunft wurde auf dem ehemaligen Ziegeleigelände gefunden. Die Zustände im Alarmfall hatten sich  dadurch noch mehr verschlechtert.
  • Der Fuhrpark der Wehr wird am 12. Dezember um ein TSF (Tragkraftspritzen-Fahrzeug) auf VW-T2-Fahrgestell erweitert.
  • Einige Kameraden fahren mit dem Unimog zu den verheerenden Waldbränden nach Niedersachsen in die Lüneburger Heide.

1971
  • In diesem Jahr wird mit dem Bau des Gerätehauses in der Schleusenstraße 1 begonnen. Das Grundstück war sehr verwahrlost und wurde von Grund auf in Eigenleistung neu gestaltet. Der 1. Bauabschnitt (die rechte Fahrzeughalle) wurde am 28. November bezogen, reichte aber nur zur Unterbringung des LF 16-TS aus. Das TLF 8/8 blieb weiterhin in dem Niederbüssauer Schuppen untergebracht. Durch die räumlich voneinander getrennten Unterbringungsstätten war im Einsatzfall eine Aufsplitterung der Kräfte unvermeidlich und erschwerte die Einsatzleitung in beträchtlichem Maße.
  • Werner Stapelfeldt wird auf einer außerordentlichen Versammlung in der Gaststätte "Zur Schleuse" am 10. Dezember mit 22 "Ja"-Stimmen und einer Stimmenthaltung zum Wehrführer gewählt. Er löst nach 16 Jahren Amtszeit den Kameraden Wilhelm Wendler ab, welcher für seine Verdienste von Stadtbrandmeister H. Gaul mit dem "Deutschen Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold" ausgezeichnet wird.

1969
  • Es werden einige Hilfeleistungseinsätze bei der großen Schneekatastrophe im Februar gefahren.
  • Die Wehr nimmt an einer Leistungsbewertung teil und erringt die Leistungs-Plakette in Silber.

1966
  • Die FF Büssau wird mit leistungsfähigen Löschfahrzeugen ausgestattet. Zunächst kam das TLF8/8 (Tanklöschfahrzeug) auf Unimog-Fahrgestell zum Einsatz, im Jahr 1967 folgte das LF 16-TS auf Magirus-Deutz-Fahrgestell. Eine Unterbringungsmöglichkeit für die Fahrzeuge musste gefunden werden und man richtete in Selbsthilfe einen geeigneten Schuppen bei Preuß in Niederbüssau her. Wahrscheinlich wurde der TSA in diesem Zuge ausgesondert.
  • Mit den neuen Fahrzeugen hielt auch kurze Zeit später die Ausrüstung für schweren Atemschutz (Pressluftatemgeräte) bei der FF Büssau Einzug.
  • Beim Hochwassereinsatz an der Wakenitz war die Wehr, wie andere Lübecker Feuerwehren ebenfalls, aktiv tätig.
 

TLF 8/8 und LF 16-TS

1956
  • Die Leitung der Wehr geht von Wilhelm Lehmann auf Wilhelm Wendler über.

1953
  • Die Ausrüstung der Wehr verbessert sich: ein einachsiger, gummibereifter Tragkraftspritzenanhänger (TSA) kann in Betrieb genommen werden. Als Zugfahrzeug musste ein Traktor eines Landwirtes herhalten.
  • Die Alarmierung wird vom Feuerhorn auf Alarmsirene umgestellt.

1942
  • Wilhelm Lehmann übernimmt von Otto Möller die Leitung der Wehr. Zunächst als kommissarischer Löschzugführer tätig, wird er später offizieller Wehrführer.
  • Die Freiwillige Feuerwehr Büssau, zur damaligen Zeit als Löschzug 18 der Lübecker Feuerwehr geführt, wird in der Bombennacht in Lübeck eingesetzt.

1935
  • Die Ausrüstung der Wehr wird um eine Motorspritze mit Zubehör, sowie weitere Geräte und Uniformen ergänzt. Die Gesamtaufwendungen beliefen sich damals auf 4.139 Reichsmark. Die Kosten wurden durch Sammlungen, Spenden und Beiträge aus der Mannschaftskasse zusammengetragen.
  • Die Pferdegespanne für den Transportwagen der abnehmbaren Motorspritze wurden abwechselnd von den Landwirten W. Röttger und O. Bandholz zur Verfügung gestellt.

1934
  • Hervorgehend aus den Pflichtfeuerwehren in Niederbüssau und Oberbüssau wurde am 15. September auf einer Versammlung im "Gasthof zur Mühle", Oberbüssau, die Freiwillige Feuerwehr Büssau gegründet. 17 Personen erklärten sich bereit, aktive Mitglieder zu werden. Von ihnen wurde Otto Möller zum 1. Hauptmann (heutige Bezeichnung: Wehrführer) gewählt.
    Ausrüstung der Wehr zu Beginn: Eine Handdruckspritze. In Niederbüssau und Oberbüssau war je ein kleines Spritzenhaus vorhanden.
 
Gründungsprotokoll
© 2011 Freiwillige Feuerwehr Büssau